Molina di Fiemme liegt im Fleimstal im Trentino, mitten in den Dolomiten. Hier steht, was wir selbst machen, wenn wir da sind, Saison für Saison. Keine Buchungspartner, keine bezahlten Tipps, nur die Orte, an die wir immer wieder zurückkehren.

Skifahren im Dolomiti Superski
Das Fleimstal ist eine der bekanntesten Skiregionen Italiens und gehört zum Dolomiti Superski: ein Skipass für sehr viele verbundene Pisten in den Dolomiten, UNESCO-Weltnaturerbe.
Breite, gut präparierte Pisten, moderne Lifte und eine entspannte Stimmung: ideal für Familien und alle, die lieber Ski fahren als anstehen. Von der Wohnung aus am nächsten ist die Alpe-Cermis-Bahn in Cavalese, Predazzo mit dem Latemar ist nur eine kurze Fahrt talaufwärts.
Gelände für jedes Level: sanfte blaue Pisten für die erste Skiwoche, steile Abfahrten für alle, die wissen, was sie tun. Und an einem klaren Tag ist die Aussicht sowieso der eigentliche Grund, warum du hier bist.
Langlauf auf der Marcialonga-Loipe
Die Marcialonga ist ein 70 Kilometer langes Langlaufrennen, jedes Jahr im Januar in den Dolomiten. Das Rennen zählt zu den berühmtesten Langstreckenrennen der Welt und lockt Tausende Teilnehmende aus Dutzenden Ländern an.
Start ist in Moena, dann geht es das Fleimstal hinunter bis ins Ziel in Cavalese, vorbei an verschneiten Gipfeln, dichtem Wald und einem Dorf nach dem anderen, auch an Molina di Fiemme direkt vor der Wohnung. Am Renntag stellst du dich mit einem Kaffee an die Loipe und schaust dem Feld zu.
Außerhalb des Rennwochenendes ist das Loipennetz für alle offen. Die ganze Strecke ist hart, aber du kannst jeden Abschnitt in deinem Tempo laufen, und der Talboden ist flach und verzeiht viel.
Langlauf am Passo Lavazè
Zum Passo Lavazè fahren wir, wenn wir Höhe und Ruhe wollen statt Kilometer. Gut gepflegte Runden für Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner, mit freiem Blick auf die Gipfel rundum.
Ein Wintertag ohne viel Planung: parken, laufen, in der Hütte einkehren, weiterlaufen.

Wandern im Naturpark Paneveggio
Der Naturpark Paneveggio – Pale di San Martino beginnt direkt über dem Tal: von leichten Waldspaziergängen bis zu richtigen Bergtagen ist alles dabei. Aus diesem Wald holten Geigenbauer jahrhundertelang ihr Fichtenholz, und genau so fühlt er sich bis heute an.
Unsere Top-Empfehlungen:
- Lago di Paneveggio: leichte Runde um den Stausee durch den Fichtenwald, auch mit Kindern gut machbar.
- Val Venegia: gemütliche Talwanderung, an deren Ende die Pale di San Martino senkrecht aufragen. Wohl der meistfotografierte Blick der Gegend, und das zu Recht.
- Baita Segantini vom Passo Rolle: kurz und steil hinauf zu Hütte und kleinem See, dahinter eines der ganz großen Dolomitenpanoramen.
Der Park ist auch top zum Radfahren und Klettern. Und wenn das Wetter umschlägt, lohnen sich die Besucherzentren.

Klettersteig Bombasel
Der Klettersteig Bombasel führt durch die Lagorai-Kette oberhalb von Cavalese, Zustieg ab der Bergstation der Alpe-Cermis-Bahn. Er quert felsiges Gelände entlang einer Kette kleiner Bergseen und gibt den Blick frei auf die Dolomiten auf der anderen Talseite.
Die Route ist mittelschwer. An ein paar ausgesetzten Stellen brauchst du Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, gesichert ist sie durchgehend mit Stahlseil und Klammern. Du brauchst Klettersteigset, Helm und Gurt, alles kannst du im Tal leihen.
Saison ist meist vom Frühsommer bis in den Oktober, am sichersten im Juli und August. Prüf vorher die Verhältnisse: In den Rinnen kann bis weit in den Sommer Schnee liegen.
Klettersteige an der Weltkriegsfront
Viele Klettersteige in den Dolomiten folgen Wegen, die Soldaten im Ersten Weltkrieg angelegt haben. Jede Tour ist Ausflug und Geschichtsstunde zugleich.
Am bekanntesten ist der Lagazuoi bei Cortina, um den österreichische und italienische Truppen jahrelang kämpften. Stollen führen mitten durch den Berg, und Teile davon kannst du mit Stirnlampe noch heute begehen. Der Klettersteig ist mittelschwer, die Aussicht vom Gipfel außergewöhnlich.
Näher an der Wohnung verläuft durch den Lagorai eine eigene Frontlinie: Schützengräben, Stellungen und Versorgungswege, entlang der Grate noch gut zu erkennen. Hier ist es viel ruhiger als auf den berühmten Routen, und gerade deshalb oft bewegender.
Rafting auf dem Avisio
Ein ganz neuer Blick aufs Tal, mit dem die meisten Gäste nicht rechnen. Die Raftingstrecke führt von Cavalese hinunter nach Molina di Fiemme und dauert etwa drei Stunden.
Die Strecke ist familientauglich: ruhiges Wasser, kleine Stufen und ein paar kurze, wilde Abschnitte. Genug, dass alle johlen und lachen, ohne dass jemand wirklich Angst bekommt.
Das Besondere ist die Perspektive. Sonst schaust du von den Gipfeln aufs Tal hinunter. Vom Fluss aus schaust du hinauf, und das Fleimstal ist von unten genauso schön.
Gut essen im Tal
Restaurants gibt es im Fleimstal genug, von traditioneller Trentiner Küche bis zu einfacher, gut gemachter italienischer Küche.
Unser Stammlokal ist die Pizzeria Roma in Tesero, ein paar Autominuten von der Wohnung. Frischer Teig, Holzofen, knuspriger Boden, schön saftiger Belag. Dazu Pasta, Risotto, Fleisch und Fisch, und Einheimische und Gäste sitzen hier Tisch an Tisch.
Für alles andere gibt es in Molina eine Bäckerei und einen Supermarkt, beide zu Fuß erreichbar.

