Das Tal
Das Valmalenco zieht von Sondrio im Veltlin (Lombardei) nach Norden und endet am Bernina-Massiv an der Schweizer Grenze. Vom Talboden auf rund 1.000 Metern geht es hinauf bis zum Piz Bernina (4.049 m), dem höchsten Gipfel der Ostalpen. Dazwischen hängen der Scerscen- und der Fellaria-Gletscher.
Statt Kalk gibt es hier Granit und Serpentin – daher das dunkle, massive Gesicht des Tals. Und sein ältestes Handwerk: Speckstein, verarbeitet zu Töpfen und Öfen, die du in den Dörfern bis heute siehst. Hauptort ist Chiesa in Valmalenco; Lanzada, Caspoggio und Torre di Santa Maria sind die kleineren Dörfer.
- Höhe: im Tal etwa 900 bis 1.500 m, Bernina 4.049 m
- Sprache: Italienisch, kaum Englisch – und genau das hat Charme
- Flughäfen: Mailand-Bergamo und Mailand-Malpensa, etwa 2½ bis 3 Stunden
- Dein Zuhause hier: Chalet Valmalenco in Torre di Santa Maria
Warum wir es lieben
Dieses Tal wirkt noch unentdeckt. Zwei Stunden von Mailand stehst du in einem Tal mit Gletschern am Ende, Hütten, bei denen man noch anruft, um zu reservieren, und Pisten, an denen die Liftschlange an einem Februar-Samstag drei Leute lang ist. Fast alle, die du triffst, sind Italiener aus maximal fünfzig Kilometern Umkreis.
Und dann das Essen. Das hier ist das Veltlin: Pizzoccheri, Bresaola, Bitto-Käse und Sassella-Wein von den Terrassenweinbergen oberhalb von Sondrio. Ein langer Tag am Berg, danach Abendessen im Rifugio – besser wird's kaum.
Winter
- Skigebiet Alpe Palù: rund 50 Pistenkilometer, weit, offen und selten voll – das Bernina-Massiv die ganze Abfahrt lang vor Augen.
- Seilbahn Snow Eagle: Kabinen für 160 Personen – der schnellste Weg von Chiesa auf den Berg.
- Caspoggio: die sanftere, sonnigere Talseite – ideal für Familien und Einsteiger.
- Skitouren: der Monte Motta (2.336 m) ab San Giuseppe für die erste Tour, der Passo di Mello (2.992 m) ab Chiareggio für erfahrene Skibergsteiger.
- Schneeschuhwandern in den Wäldern um San Giuseppe und den Lago Palù. Dazu ein Snowpark und Gelände abseits der Piste für erfahrene Freerider.
Sommer
- Lago Palù: leichte Wanderung durch Tannen- und Lärchenwald zu einem klaren Bergsee. Mit der Seilbahn kürzt du ab, wenn du magst.
- Campo Moro und der Fellaria-Gletscher: der Klassiker von den Staumäuern Richtung Gletscher – einer der eindrucksvollsten Tage im Tal.
- Rifugio Cristina auf der Alpe Prabello: eine entspannte Stunde Aufstieg ab Campo Moro, unterhalb des Pizzo Scalino – und Start der Runde zu den Campagneda-Seen.
- Pizzo Scalino (3.323 m): der Paradegipfel des Tals: Gletschertour mit etwas ausgesetztem Fels, für erfahrene Bergsteiger oder mit Bergführer.
- Klettern und Mountainbiken: Granitfelsen, lange Waldanstiege und technische Abfahrten. Im Juli und August nimmt die Seilbahn auch Bikes mit.
- Echtes Hochgebirge: Piz Bernina über das Rifugio Marco e Rosa und Piz Palü – beides Gletscherrouten für erfahrene Seilschaften oder mit Bergführer.








